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Chile: Flora und Fauna

Natürlich kann man in Chile durch die klimatischen Gegebenheiten bedingt auch eine unglaubliche Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt finden, allerdings kaum für den Menschen gefährliche, was einem Zelturlaub enorm entgegen kommt. Aufgrund der Abschottung des Landes durch die Alpen findet man noch so manche Tiere, die nur im Pazifikraum vorkommen.

In der Vergangenheit hat sich das Gesicht Chiles durch die menschlichen Eingriffe stark verändert, wobei man z.B. auf der Isla Chiloe durchaus noch erahnen kann, welches Bild sich Charles Darwin bei seinem Besuch bot. So wurde der Urwald, der einst den kleinen Süden bedeckte durch normale Wälder, wie sie auch in Europa zu finden sind, ersetzt.


Galerie

Amboró Nationalpark
Eine der vielen verschiedenen Farnarten.



Das gesamte Land kann man grob in 3 Lebensräume für Tiere und Pflanzen einteilen. Im Norden die Wüste und die Puna des Hochlandes. Während in der Wüste aufgrund der dortigen Trockenheit hauptsächlich Kakteen wachsen und nur wenige Eidechsen überleben können sind an der Küste neben den normalen Meeresbewohnern Pelikane und Robben anzutreffen.

Im Hochland, wo bereits wieder wenige Pflanzen wie die Polsterpflanze wachsen, leben neben den obligatorischen Lamas und Alpakas (natürlich nicht die Vikunas und Guanakos zu vergessen) Pelikane, Kondore, Pumas, Chinchillas und Wildenten. Ausser vielen schmelzwassergespeisten Seen kann man unzählige ausgetrocknete Salzseen und Geysire finden, was einen Abstecher auf jeden Fall lohnenswert macht.

Ab La Serena beginnt langsam die sogenannte Strauchsteppe die sich bis zu Rio Maule bei Constitution erstreckt. Die Fauna besteht hier wegen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung grösstenteils aus Getreide, Obst und Weinanbaugebieten, darunter das bekannte Valle Central. Die Tierwelt besteht zu grossen Teilen aus Meeresbewohnern und Tieren, die von der See leben, da das Land hier stellenweise schmaler ist als 100 km.

Weiter im Süden wird die Vegetation wieder dichter und ursprünglicher, so dass manchmal bereits von einem Regenwald gesprochen wird. Viele verschieden Baumarten lassen sich in den dichten Wäldern entdecken, darunter Lorbeeren, Johannisbrotbäume, Zimtbäume und die geschützten einzigartigen Araucarien, die weit über 1000 Jahre alt werden können. Die Tierwelt ist hier am artenreichsten, was damit zu tun hat, dass das Gebiet noch nicht so stark von Menschenhand geformt wurde. Neben den üblichen Meerestieren gibt es unzählige Vögel und sogar den Löwen der Anden, den Puma in den höher gelegenen Gebieten.

Weiter im Süden wird der Wald wieder etwas dünner und auch an den Tieren kann man erkennen, dass man sich der Antarktis nähert. Denn in den Fjorden des Südens tummeln sich zahlreiche Delphine und Robben.


 


Das Tiefland bei Samaipata
Das Tiefland auf ca. 700 Meter ü.N.N