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Chile: Geschichte

Nord- und Mittelchile wurden um 1480 von den Inkas unterworfen und in ihr Reich eingegliedert. Die südliche Grenze bildete damals der Rio Bío Bío der bei Temuco verläuft. Auf der anderen Seite begann das Gebiet der Mapuche-Indianer, die selbst von den Spaniern nie gewaltsam unterworfen werden konnten.
Während dieser ca. 40 Jahre andauernden Herrschaft der Inkas wurde nicht viel verändert, denn dieser am Rand des riesigen Reiches gelegene Bereich wurde nur als Geldquelle innerhalb des Abgabensystemes gesehen.
Als erster Europäer erblickte der Portugiese Hernando de Magallanes am 1. November 1520 die Küsten Chiles. Nach der Ermordung des Inkaherrschers Atahualpa gelang es Pizarro das nördliche Chile unter seinen Einfluss zu bringen. Endgültig in das Reich der Spanischen Eroberer wurde Chile durch Pedro de Valdivia eingegliedert, der 1541 die Stadt Santiago de Chile gründete. 1810 begannen die nach Unabhängigkeit Strebenden sich zu formieren. Es wurde eine Regierungsjunta gebildet, die dem spanischen König ewige Treue schwor. Bereits 8 Jahre später, am 12.2.1818, wurde die Unabhängigkeit Chiles durch Bernard O´Higgins ausgerufen.


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Chiles Geschichte: Hernando de Magallanes
Hernando de Magallanes


Chiles Geschichte: Dr. Salvador Allende

Dr. Salvador Allende



Mitte des 19. Jahrhunderts unterwarfen die Chilenen die Araucaner und begannen mit der Besiedelung der "Frontera", dem ehemaligen Grenzgebiet.
Zur gleichen Zeit begann der Salpeterkrieg mit Bolivien und Peru um die Abbaugebiete bei Antofagasta und Arica. Mit dem Sieg in diesem Krieg schnitten sie den bolivianischen Nachbarn den letzten Zugang zum Pazifik ab und besaßen damit das Weltmonopol auf den wichtigen Rohstoff. Die letzten Streitigkeiten über den genauen Grenzverlauf zu Peru wurden erst 1999 beigelegt. Aufgrund des Monopols für Salpeter konnte der Staat seinen Haushalt über die nächsten 40 Jahre hinweg finanzieren. Aufgrund von Überproduktion und künstlicher Herstellung gingen die Absatzzahlen sehr stark zurück.
1888 wurde das Staatsgebiet durch die Annektierung der Osterinsel ausgeweitet.
In den folgenden Jahren entstand ein sozial wie wirtschaftlich gespaltener Staat, der auch politisch nicht zur Ruhe kam. So gipfelte die seit den Anfängen bestehende Problematik des Einflusses des Präsidenten auf den Kongress in einen blutigen Bürgerkrieg.

Im Jahre 1970 wurde schließlich Dr. Salvador Allende zum Präsidenten gewählt. Von Anfang an wurde die Regierung seitens der Amerikaner angegriffen, da diese die Entstehung eines weiteren kommunistischen Landes befürchteten. 1971 versuchten die Vereinigten Staaten chilenisches Kupfer vom Weltmarkt zu verdrängen. Der Grund hierfür liegt in den verstaatlichten Minen; diese Verstaatlichung wurde ohne entsprechende Entschädigungen an die Besitzer zu zahlen durchgeführt. Zu einer Verschärfung der politischen Lage kam es dann durch eine mangelnde Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medizin. Im August 1973 wurde die Regierung von der Opposition für verfassungswidrig erklärt und musste ins Exil gehen. Der Präsident Allende kam in den Trümmern des gesprengten Palastes ums Leben. Die genaue Todesursache konnte nie geklärt werden.
Im folgenden übernahm der von den USA gestützte Augusto Pinochet mit Hilfe einer Militärjunta die Führung und löste das Parlament auf.
Am 14.12. 1989 wurde P. Aylvin Azócar zum Präsidenten gewählt und beendete damit langsam die lange Periode der Militärdiktatur und verbesserte nachhaltig die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes.
Heute zählt Chile zu den wirtschaftlich stärksten Ländern Süd- und Mittelamerikas.