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Chile: Das Land

"El ultimo rincón del mundo", was soviel bedeutet wie das Ende der Welt. Diese Aussage beschreibt Chile wahrscheinlich am besten; das Cap Hoorn bildet den südlichst bewohnten Teil der Erde. Die Nord-Süd Ausdehnung Chiles beträgt über 4300 km. Aufgrund dessen finden sich hier viele verschiedene Klimazonen und somit Landschaftsbilder. Diese erstrecken sich von Fjorden, über üppige Vegetation bis hin zur trockensten Wüste der Welt, der Atacama-Wüste. Die Ost-West Ausdehnung liegt zwischen 90 und 400 km. Im Westen wird es vom Pazifik begrenzt, im Osten durch die Anden. Diese sind ein sehr junges Gebirge, was sich durch viele Vulkane und gelegentliche Erdbeben äußert. Die höchste Erhebung ist der Aconcagua mit 6958 Meter; der gleichzeitig der höchste Berg Südamerikas ist.


Galerie

Currico südlich von Santiago de Chile
Die Landschaft bei Currico südlich von Santiago de Chile. Eher sehr trist aber so sieht es da aus.



In "Norte Grande", dem nördlichsten Teil Chiles befinden sich viele Bodenschätze wie Salpeter, Kupfer, Schwefel und Gold. Ansonsten beherrscht die Atacama-Wüste diesen Landstrich. Diese liegt im Trockengürtel der Erde und ist eine lebensfeindliche und einsame Hochgebirgswüste, die hauptsächlich von Sand, Salz und Staub bedeckt ist.

Am Anschluss daran beginnt der "Norte Chico". Dieser erstreckt sich bis Copiapó. Obwohl hier die Niederschläge eher gering ausfallen, ist trotzdem eine Vielfältige Bewirtschaftung des Bodens möglich. Das nötige Wasser hierzu kommt aus den Anden, wo viele Flüsse entspringen und speist das künstliche Bewässerungssystem. Es werden neben vielen anderen Früchten auch Papaya, Chirimoya und Weintrauben angebaut.

Die Hauptstadt Santiago, die sich in der geographischen Mitte Chiles befindet, wird von vielen kleineren Bergen eingerahmt, so dass sich die Abgase in einer nahezu dauerhaften Smogglocke über die Stadt legen. Santiago wird von dem Rio Mapocho durchzogen. Da es nur wenige Hochhäuser gibt, wirkt die Stadt von einem der Aussichtshügel wie z.B. Cerro de Santa Lucia sehr überschaubar. Da die wohlhabendere Bevölkerung zusehends in die Vororte abwandert um dem Smog zu entgehen, wird Santiago von einem riesigen Verkehrschaos beherrscht. Um diesem Problem Herr zu werden, werden einige wichtige Strassen zu uhrzeitabhängigen Einbahnstrassen umfunktioniert.
Das Umland von Santiago wird durch Landwirtschaft geprägt.

Südlich der Hauptstadt befindet sich der kleine Süden, die so genannte "Chilenische Schweiz". In dieser Region herrscht mildes Klima; ausgiebige Niederschläge sorgen für eine gute Bewirtschaftung des Bodens. Hier wird durch einseitige Nutzung des Bodens in Form von Weizenmonokulturen die Bodenverarmung vorangetrieben. Auch befinden sich in diesen Breitengraden viele ausgedehnte Misch- und Nadelwälder.

Die sich weiter im Süden befindlichen 50 aktiven Vulkane gehören zu dem landschaftlich beeindruckenden Seengebiet "Los Lagos" um Valdivia. Diese Seen sind durch eiszeitliche Vergletscherung der Anden entstanden.

Darauf schließt sich das Chilenische Patagonien mit der Hauptstadt Temuco an, das nach wie vor mit seiner landschaftlichen Unberührtheit fasziniert. Hier findet man überwiegend immergrüne Feuchtwälder, Inlandgletscher und Gletscher, die ins Meer kalben. Auf den Wiesen kann man Schafe zu Millionen zählen.

Terra del fuego, Feuerland, befindet sich am südlichsten Zipfel Chiles und der Zivilisation denn die Hauptstadt Punta Arenas ist mit seinen 70000 Einwohnern die südlichste Stadt der Welt. Seine Eigenständigkeit erkennt man schon daran, dass Feuerland von Chile aus nicht auf dem Landweg erreicht werden kann sondern nur per Schiff oder Flugzeug. Landschaftlich einmalig präsentiert sich dieser karge und umstürmte Abschnitt der in Kap Hoorn endet.

Ihren Namen trägt die Osterinsel zu Ehren ihres Entdeckungstages, dem Ostersonntag. Die sich 4000km westlich der chilenischen Küste befindliche Vulkaninsel wurde jedoch von ihren Ureinwohnern "Te Pito o Te Henua" - Nabel der Welt genannt. Um auf dieser fast baumlosen Insel überleben zu können müssen die Einwohner nahezu alles importieren. Am bekanntesten dürften wohl die "moai", die 70 aufrechtstehenden landeinwärts blickenden Wächte sein, um die sich viele Legenden ranken.


 


Der Pazifik vor Puerto Varas
Lago Llanquihue, zweitgroesster chilenischen und fuenftgroesster suedamerikanischer See, von der Costanera in Puerto Varas aus gesehen