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In "Norte Grande", dem nördlichsten
Teil Chiles befinden sich viele Bodenschätze wie Salpeter,
Kupfer, Schwefel und Gold. Ansonsten beherrscht die Atacama-Wüste
diesen Landstrich. Diese liegt im Trockengürtel der Erde und
ist eine lebensfeindliche und einsame Hochgebirgswüste, die
hauptsächlich von Sand, Salz und Staub bedeckt ist.
Am Anschluss daran beginnt der "Norte
Chico". Dieser erstreckt sich bis Copiapó. Obwohl
hier die Niederschläge eher gering ausfallen, ist trotzdem
eine Vielfältige Bewirtschaftung des Bodens möglich. Das
nötige Wasser hierzu kommt aus den Anden, wo viele Flüsse
entspringen und speist das künstliche Bewässerungssystem.
Es werden neben vielen anderen Früchten auch Papaya, Chirimoya
und Weintrauben angebaut.
Die Hauptstadt Santiago, die sich in
der geographischen Mitte Chiles befindet, wird von vielen kleineren
Bergen eingerahmt, so dass sich die Abgase in einer nahezu dauerhaften
Smogglocke über die Stadt legen. Santiago wird von dem Rio
Mapocho durchzogen. Da es nur wenige Hochhäuser gibt, wirkt
die Stadt von einem der Aussichtshügel wie z.B. Cerro de Santa
Lucia sehr überschaubar. Da die wohlhabendere Bevölkerung
zusehends in die Vororte abwandert um dem Smog zu entgehen, wird
Santiago von einem riesigen Verkehrschaos beherrscht. Um diesem
Problem Herr zu werden, werden einige wichtige Strassen zu uhrzeitabhängigen
Einbahnstrassen umfunktioniert.
Das Umland von Santiago wird durch Landwirtschaft geprägt.
Südlich der Hauptstadt befindet sich der kleine Süden,
die so genannte "Chilenische Schweiz".
In dieser Region herrscht mildes Klima; ausgiebige Niederschläge
sorgen für eine gute Bewirtschaftung des Bodens. Hier wird
durch einseitige Nutzung des Bodens in Form von Weizenmonokulturen
die Bodenverarmung vorangetrieben. Auch befinden sich in diesen
Breitengraden viele ausgedehnte Misch- und Nadelwälder.
Die sich weiter im Süden befindlichen 50 aktiven Vulkane gehören
zu dem landschaftlich beeindruckenden Seengebiet "Los
Lagos" um Valdivia. Diese Seen sind durch eiszeitliche
Vergletscherung der Anden entstanden.
Darauf schließt sich das Chilenische
Patagonien mit der Hauptstadt Temuco an, das nach wie vor
mit seiner landschaftlichen Unberührtheit fasziniert. Hier
findet man überwiegend immergrüne Feuchtwälder, Inlandgletscher
und Gletscher, die ins Meer kalben. Auf den Wiesen kann man Schafe
zu Millionen zählen.
Terra del fuego, Feuerland, befindet
sich am südlichsten Zipfel Chiles und der Zivilisation denn
die Hauptstadt Punta Arenas ist mit seinen 70000 Einwohnern die
südlichste Stadt der Welt. Seine Eigenständigkeit erkennt
man schon daran, dass Feuerland von Chile aus nicht auf dem Landweg
erreicht werden kann sondern nur per Schiff oder Flugzeug. Landschaftlich
einmalig präsentiert sich dieser karge und umstürmte Abschnitt
der in Kap Hoorn endet.
Ihren Namen trägt die Osterinsel
zu Ehren ihres Entdeckungstages, dem Ostersonntag. Die sich 4000km
westlich der chilenischen Küste befindliche Vulkaninsel wurde
jedoch von ihren Ureinwohnern "Te Pito o Te Henua" - Nabel
der Welt genannt. Um auf dieser fast baumlosen Insel überleben
zu können müssen die Einwohner nahezu alles importieren.
Am bekanntesten dürften wohl die "moai", die 70 aufrechtstehenden
landeinwärts blickenden Wächte sein, um die sich viele
Legenden ranken.
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Lago Llanquihue, zweitgroesster chilenischen und fuenftgroesster suedamerikanischer See, von der Costanera in Puerto Varas aus gesehen |