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Chile: Die Bevölkerung

Im Gegensatz zu den anliegenden Andenstaaten besteht die Bevölkerung Chiles zu 90% aus Weissen und Mestizen, da die indigene Bevölkerung durch die enorme Zuwanderung der letzten Jahrhunderte immer stärker vertrieben oder eben vermischt wurde. Die verbleibende Minderheit der Mapuche im Süden und der Aymara im Norden an der Bolivianischen Grenze leben meist in bitterer Armut in Reservaten oder den Slums der grossen Städte.
Als Tourist bekommt man sie meist zu sehen als Verkäufer traditioneller Handwerkskunst auf Märkten und an Strassenecken.

Während dessen bildete sich in Chile eine breite Mittelschicht, die beim wirtschaftlichen Aufschwung der Vergangenheit einen grossen Beitrag leistete und so mithalf Chile zu einer der führenden Volkswirtschaften Mittel- und Südamerikas zu machen.


Galerie

Typisch gekleidete Frau
Typisch gekleidete Frau vor Teufelstänzern



Diesen Aufschwung erkennt man an jeder Ecke des Landes, da sich inzwischen die Bevölkerung einen Lebensstil wie in den USA und Europa angeeignet hat und auch bereits teilweise mit dem Pick Up ins Büro fährt.

Das Umfeld in dem man aufwächst spielt in Chile eine wesentlich stärkere Rolle als in anderen "zivilisierten" Ländern, da dies nicht selten über den wirtschaftlichen Erfolg einer Person entscheidet. Daher ist es nur zu verständlich, dass in Chile viel getuschelt und gemunkelt wird.

Zwar haben die Chilenen viel ihrer Ursprünglichkeit verloren, aber dennoch sind sie ein unglaublich fröhliches, freundliches und offenes Volk geblieben, bei dem man sich als Gast stets wohl und vor allem auch willkommen fühlt.
Die meisten Leute in Santiago natürlich unterscheiden sich kaum mehr von Bewohnern anderer Metropolen der Welt, aber die Landbevölkerung bildet immer noch einen eigenen und interessanten Menschenschlag, der offen auf Fremde zugeht und versucht einem in jeder Lage weiterzuhelfen.

Die Unterschiede zu europäischen Verhältnissen offenbaren sich besonders im Rahmen von Feierlichkeiten, weshalb man z.B. am 19. September (am Tag nach dem Unabhängigkeitstag) mit allem rechnen muss. So kann vereinzelt schon mal die einzige Busverbindung zwischen zwei Dörfern wegen Unpässlichkeit des Fahrers ausfallen. Was allerdings nicht bedeuten soll, dass Chilenen mehr und intensiver Trinken als z.B. wir, sondern nur einfach ausgelassener feiern.
Trotz aller Annäherungen an unseren Lebensstil machen nicht zuletzt die Bewohner Chiles einen Urlaub dort unvergesslich!



 



Chile: Tänzer in traditionellen Kleidern
Tänzer in traditionellen Kleidern, die bei der Diablada vor einer Jury um die Wette tanzen. Eine Gruppe besteht aus ca. 20-30 Leuten, von denen eigentlich immer welche gerade Pause machen oder schon zu betrunken sind um zu tanzen.