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Chile: Orte von A bis O

Antofagasta - Arica - Calama - Conception - Copiapo - Curico - Iquique - La Serena - Osorno

Antofagasta
Zwischen Bergen und dem Pazifik gelegen bietet diese 245.000 Einwohner umfassende Stadt einen Nachbau des Big Ben, der sich auf dem Marktplatz befindet. Mit 355 Kilometer findet man hier die breiteste Stelle Chiles. Neben zwei Universitäten befindet sich auch der Hauptexporthafen in Antofagasta. Diese boomende Metropole inmitten der Atacama Wüste bietet ein ganz nettes Nachtleben. Von einem der zahlreichen Strände kann man einen tollen Blick auf das vom Meer ausgewaschene Felsentor "La Portada" erhaschen.
 

Arica
In der seit 1880 zu Chile gehörigen Stadt gibt es viele Transfermöglichkeiten nach Peru und Bolivien. Arica war in der Kolonialzeit eine sehr wichtige Stadt, da von ihr aus Silber aus Potosi verschifft wurde. Begründet durch diese Geschichte entstand die "Zona Franca", eine Freihandelszone, vergleichbar mit dem bekannten Duty free System. Neben zahlreichen schönen Stränden, der von Alexander Gustav Eiffel erbauten Kirche und den Geoglyphen im Norden gibt es jedoch eher wenig zu sehen.
 




Calama
Mitten in der Wüste gelegen verwundert der bekannte Spruch "It never rains in Calama" über diese unansehnliche Stadt nicht. Wenn man von der Chuquicamata-Mine absieht, gibt es eigentlich keinen Grund, hierher zu kommen; es sei denn, man sucht Nachtbars und Striplokals.
 

Conception
Um diese südlichst gelegene Stadt der Spanier tobte lange Jahre Krieg. Conception wurde in ihrer Geschichte immer wieder von den Mapuches erobert. Wegen ihres Kohlereichtums ist Conception mit die wichtigste Stadt in Südchile. Aufgrund der vielen Erdbeben hat sich aus der Zeit der Spanier nicht viel gehalten; übrig geblieben ist eine Stadt ohne nennenswert hübsche Gebäude. Im Umland der Stadt befindet sich ein Mapuche Reservat, in dem die alten Traditionen heute noch gepflegt werden.
 

Copiapo
Im Jahre 1852 entstand hier die erste Eisenbahn Chiles. Copiapo ist ein nettes kleines Städtchen, in dem es allerdings nicht allzuviel zu sehen gibt. Kommt man aus dem Stadtkern raus, kann es schnell passieren, dass man sich inmitten der Slums wiederfindet. Ein Aufenthalt in diesen Bezirken ist nicht unbedingt empfehlenswert. Es besteht die Möglichkeit, einen Transfer nach Argentinien zu buchen, oder an einer der zahlreichen Andenexkursionen teilzunehmen. Im Umland findet man viel Wein, der infolge der intensiven Bewässerung bereits Weihnachten zum Ausliefern bereit steht.
 

Curico
In dieser 100.000 Einwohner fassenden Stadt gibt es außer dem angeblich schönsten Marktplatz Chiles nichts zu sehen. Jedoch auch diese Aussage ist nicht für bare Münze zu nehmen. Curico kann man ohne ein schlechtes Gewissen zu haben bei den Reiseplanungen außen vor lassen.
 

Iquique
Den früheren Reichtum der Nitratbarone kann man auch heute noch in den Straßen Iquiques bewundern. Auf den ersten Blick jedoch wirkt die Stadt ziemlich unansehnlich. Das liegt an der besonderen geographischen Lage. Man erreicht die Stadt mit dem Bus über ein 600 Meter hoch gelegenes Plateau, das plötzlich steil abbricht und den Blick auf das Meer freigibt. Iquique liegt also genau zwischen dem Ozean und der Abbruchkante. Es gibt gute Bademöglichkeiten, den größten Fischmehlhafen der Welt, das sehenswerte Casino "Espanol" und Thermalquellen. Für einen Grenzübertritt nach Bolivien oder Peru findet man hier zahlreiche Anbieter in allen Preisklassen.
 

La Serena
Als beliebter Ausflugsort der Chilenen bietet La Serena erlebnisreiche Touren ins Umland. Man kann z.B. Chirimoya- und Papaya-Plantagen besichtigen, in Vicuna auf das Eintreffen eines Ufos warten, oder eine der vielen Pisco- Destillerien mit anschließender Verkostung ansehen. In der im spanischen Kolonialstil erbauten Stadt gibt es 29 Kirchen, einen Leuchtturm, einen japanischen Garten "Kokoro No Niwa" und einen Streichelzoo. Die Einwohner werden gerne mit Papayas verglichen. Sie hängen von den Bäumen und werden immer dicker.
 

Osorno
Daß hierher viele deutsche Handwerker kamen, spiegelt sich auch heute noch im Stadtbild wieder. Die Stadt selbst hat nichts besonderes zu bieten. Im Umland jedoch befinden sich viele z.T. aktive Vulkane, Seen und Nationalparks. Den "Vulcano Villarica" kann man besteigen und von oben ins Magma schauen. Transfers nach Argentinien sind möglich.