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Punta Arenas
Die südlichste Stadt der Welt mit seinen über 800.000
Einwohnern liegt am Ende der Welt mitten im nichts des Chilenischen
Patagoniens und ist stets umstürmt und meist eingehüllt
in schlechtes Wetter. Nach dem Bau des Panamakanals verschwanden
mit den Schiffen auch die erträglichen Einnahmen. Nur durch
den Fund von Erdgas und Öl gelang es der Stadt wieder zu Geld
zu kommen. Auf der Plaza de Armas findet man noch heute eine Statue
zu Ehren von Magellan, der die nach ihm benannte Wasserstraße
entdeckte. Ansonsten bietet die Stadt für Touristen nur noch
eine Kathedrale und vereinzelte alte Bauwerke. Wesentlich interessanter
hingegen dürften die zahlreichen Touren in die unberührte
Natur und die Möglichkeit einer Überfahrt in den chilenischen
Sektor der Antarktis sein.
San Pedro de Atacama
Direkt an der Grenze zu Bolivien gelegen bietet dieses von Touristen
überlaufene und überteuerte Dorf unzählige Möglichkeiten
Geysire ("El Tatio"), Salzseen und Lagunen zu besichtigen.
Die Spektakulärste dürfte allerdings die Dreitagestour
nach Uyuni in Bolivien sein (die auch als Rundreise buchbar ist),
bei der man über die rotgefärbte Laguna Colorada zum größten
Salzsee der Welt, dem Salar de Uyuni, gelangt.
Weiterhin kann man mit gemieteten Fahrrädern die nähere
Umgebung, z.B. das Mondtal "Valle de la Luna" oder die
Thermalquellen besichtigen.
Santiago
Das soziale, wirtschaftliche und touristische Zentrum Chiles liegt
meist unter einer braunen Dunstglocke, die den Ausblick auf die
nahegelegenen Anden fast das gesamte Jahr verschleiert. Bei der
Ankunft wirkt die Stadt wie ein riesiger Moloch, den man am liebsten
wieder verlassen möchte, da alle Straßen stets überfüllt
und unglaublich laut sind. Nach der Eingewöhnungsphase allerdings
erkennt man die zahlreichen Schönheiten dieser Stadt. Am Fuße
des alles überragenden Cerro San Cristobal findet man das malerische
Künstlerviertel Bellavista, das zum verweilen und Essen in
den zahlreichen Cafés einlädt. Den Hügel selbst
sollte man, wenn möglich, nach einem Regenfall besuchen, da
dann der ewige Smog weggewaschen ist und sich ein traumhafter Blick
auf die Stadt bietet. Aber auch der dortige Zoo ist einen Besuch
wert.
Die Innenstadt zwängt sich zwischen den Rio Mapuche und die
Hauptverkehrsader, der Alameda (Avenida O´Higgins). Dort bietet
sich der romantisch gelegene und hergerichtete Cerro Santa Lucia,
wo Santiago 1541 von Pedro de Valdivia gegründet wurde, für
einen schönen Ausblick an.
Wegen der Nähe der Anden haben die Bewohner und die Touristen
hier auch die Möglichkeit viele lohnende Ausflugsziele zu besichtigen.
Sogar eine Gletscherwanderung kann unternommen werden. Für
Wintersportler bieten sich viele Skigebiete an.
Temuco
Wenn man über einen klappen Zeitplan verfügt, sollte man
die Finger von dieser Stadt lassen. Außer dem "Nielol"
bietet sich hier dem Besucher nichts Sehenswertes. Um diesen Hügel,
auf dem die Mapuches mit den Chilenen die Friedenspfeife rauchten,
befindet sich ein schön angelegter Park, der Eintritt kostet
und nur zu Fuß zu erkunden ist.
Valdivia
Hier findet man viele Deutsche wieder, was sich wohl am ehesten
darin äußert, dass man an jeder Ecke "Kuchen"
kaufen kann. Man kann vielen deutschen Vereinen wie z.B. der "Feuerwehr"
beitreten. Auch dass hier deutsche Wurzeln zu finden sind äußert
sich nicht zuletzt in der "Kunzmann-Brauerei", die etwas
außerhalb liegt. Valdivia liegt zwischen 2 Flüssen, was
dem wunderschönen Stadtbild sehr entgegenkommt. Die schönen
Strande im milden Klima würden zu einem Bad im Pazifik einladen,
wenn nicht der kalte Strom wäre, der die gesamte chilenische
Küste bis in die Höhe von Santiago entlang fließt.
Valparaiso
Valparaiso besitzt einen großen Marinehafen. Als Wahrzeichen
können aber auch die zahlreichen Fischreiher betrachtet werden.
Reizvoll kann auch eine Tour durch die Stadt sein, wenn man an den
zahlreichen aber vereinzelt stehenden Villen im Kolonialstil interessiert
ist. Ein Erlebnis ist eine Fahrt mit den an den Steilhängen
angebrachten Zahnradbahnen. Das quaderförmige Straßennetz
in Meeresnähe weicht in den steil aufragenden Bergen einem
einzigen Wirrwarr aus Strassen und Gassen.
Villarica
In dieser Touristenstadt kann man vor allem den "Lago Villarica"
und den "Vulcano Villarica" besichtigen. Entfernt man
sich etwas vom Stadtkern, kann einem Gedanke kommen, sich auf einmal
mitten im Wilden Westen wiederzufinden. Diesen Eindruck erwecken
die dort stehenden Farmen mit ihren Pferden.
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