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Chile: Politik: Pinochet

Im Verlauf des Putsches gegen Allende wurde General Augusto Pinochet von den Verschwörern eingeweiht und zu einer Entscheidung für oder gegen den Präsidenten gezwungen. Nach dem ungeklärten Tod von Allende übernahm der General am 11. September die Macht und löste das Parlament auf. Er errichtete eine harte, auf Gewalt basierende Militärdiktatur. Dieses Regime war als Übergangslösung gedacht, entwickelte sich aber schon bald zu einer permanenten 17 Jahre andauernden Militärdiktatur.
Mit Hilfe monetarischer Mittel versuchte er die wirtschaftlichen Engpässe und Probleme des Landes zu lösen. Aufgrund der ausschweifenden Menschenrechtsverletzungen wurde Chile mehr und mehr außenpolitisch isoliert.
So wurden unter anderem die Grundrechte der Bürger aufgehoben, alle Gewerkschaften entmachtet, ihre Führer ins Exil geschickt oder ermordet und jegliche Opposition verboten. Weiterhin wurde versucht die Opposition durch willkürliche Verhaftungen und Morde zum Schweigen zu bringen. Die durch Pinochet befehligte Geheimpolizei stellte sicher, dass sich die verängstigte Gerichtsbarkeit den Wünschen der Führung beugte. Die politische Linie war in seiner Gesamtheit auf eine antikommunistische Linie ausgerichtet.


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Chile: General Augusto Pinochet
General Augusto Pinochet



Jegliche Kritik des Auslandes wurde als sozialistische Propaganda bezeichnet und nicht beachtet.
Seine drastischen Wirtschaftsreformen, wie z.B. die Reprivatisierung der Mienen und Rückgabe von enteignetem Grundbesitz, wurde durch einen starken Militärapparat verwirklicht.
Die neue, 1980 verwirklichte, Verfassung zielte darauf ab Pinochets Amt bis 1997 zu sichern, wenn er 1988 die Mehrheit bekommen sollte. Weiterhin sicherte er sich dadurch für die nächsten 8 Jahre das Amt des Präsidenten, des Regierungschefs und des Oberbefehlshabers der Streitkräfte.
In den Jahren 1982 bis 1984 sanken die Kupferpreise aufgrund einer internationalen Rezession, woraufhin sich die Regierung Protesten ungeahnten Ausmaßes gegenübersah; diese wurden von illegalen Parteien angeführt und äußerten sich in vereinzelten Streiks. Ab 1984 verlief sich die Opposition aufgrund innerer Querelen.
Die einzige Chance, die die Opposition sah, sich Pinochets zu entledigen war, das für 1988 angesetzte Plebiszit.
Als Ergebnis der Volksabstimmung wurde Pinochet mit einer knappen Mehrheit von 54% abgewählt und er erkannte dieses Ergebnis zur Überraschung aller an, blieb aber bis 1997 Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ab 1998 ließ er sich zum Senator auf Lebenszeit erklären um so aufgrund der Immunität der Justiz zu entkommen. Mit der Verhaftung Pinochets 1998 in Großbritannien löste sich Chile entgültig von seiner schwarzen Vergangenheit. Nach der Aberkennung seiner Immunität wurden gerichtliche Schritte eingeleitet, das Verfahren aber 2001 wegen Verhandlungsunfähigkeit des ehemaligen Präsidenten eingestellt.